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Identitäre Bewegung – Identitäre Bewegung Bayern – Identitäre Bewegung Südostbayern

Von der Meldung zur Nachricht ist es ein weiter Weg. Kriterien, die eine Meldung erfüllen muss um den Weg in die Zeitung zu finden sind:

ÜBERRASCHUNGSWERT

Je unerwarteter, desto besser.

DRAMATIK

Je grauenhafter und sensationeller, desto besser.

BETROFFENHEIT

Je breiter das Feld der Betroffenen, desto mehr Interesse besteht.

PROMINENTE

Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens sind immer eine Nachricht wert. Ob Geburt oder Tod – ob Blamage oder Bestleistung

GEFÜHLE

Formel: Ein Toter in unserer Stadt gleich Hundert Tote in Italien gleich zehntausend Tote in China. Nähe schafft Gefühl, und Gefühle schaffen Nähe.

ÜBERSICHTLICHKEIT

Je komplizierter, desto schwieriger lässt sich die Nachricht an den Mann oder die Frau bringen. Je einfacher, desto leichter an den Leser bringen.

Ereignisse können selbst erzeugt werden um zur Nachricht zu werden. Siehe “Sommerloch”.

Eine Nachricht ist die objektive Mitteilung eines allgemein interessierenden, aktuellen Sachverhalts in einem bestimmten formalen Aufbau. So definiert es Walther von La Roche in seiner Einführung des praktischen Journalismus.

Nachrichten sind Mitteilungen über neue im Daseinskampf des Einzelnen und der Gesellschaft auftauchenden Tatsachen, definiert der Vater der Zeitungslehre Emil Dovifat (Dovifat I, S. 76)

Grundsätze der Deutschen Presseagentur (dpa)

  • vom Standpunkt des kritischen, aber unabhängigen Beobachters aus den Kern und den nachrichtlichen Schwerpunkt eines Vorganges zu suchen und darzustellen;
  • Einseitigkeit in der Darstellung des politischen Meinungsstreits zu vermeiden;
  • der Gegenargumentation und der Oppositionsmeinung Raum zu geben;
  • die Minderheitsmeinungen im Rahmen ihres relativen Gewichts in der Gesellschaft zu berücksichtigen;
  • Nachrichten ohne Kommentar, aber mit Hintergrund und Zusammenhängen zu liefern;
  • sorgfältig das öffentliche Interesse gegen andere Rechtsgüter wie zum Beispiel Respektierung der Privatsphäre abzuwägen;
  • keine Lobpreisung, keine Ironisierung und keine Verdammung, sondern Berichterstattung und Analyse (zu verbreiten), wobei das Werturteil dem Leser, dem Bürger und dem Kommentator überlassen bleibt;
  • bei der Auswahl des Meldungsstoffes den “Endverbraucher”, den Leser, Hörer und Fernsehzuschauer, vor Augen zu haben;
  • in einer klaren, einem Millionenpublikum verständlichen Sprache zu schreiben;
  • Sensationsmache zu vermeiden;
  • die Tatsachen sprechen zu lassen und dem Urteil des Lesers zu vertrauen;
  • und schließlich: den Mut zur Wahrheit und deren Enthüllungen zu haben.

Ich komme mal wieder erst jetzt dazu diesen Beitrag zu beenden, weil ich das letzte halbe Jahr keine Zeit dazu hatte.

Im Sommer 2010 nahm ich an einer Ausgrabung in Niederbayern teil. Da ich mich seit meiner Kindheit für Archäologie interessiert habe wollte ich schon lange einmal bei einer solchen aktiv mit dabei sein.

Ich recherchierte also im Internet und stieß auf einige Angebote an solchen teilzunehmen. Der erste Termin für eine Grabung in Kalkriese platze weil ich den Termin nicht einhalten konnte. Der zweite für eine Ausgrabung in Österreich/Kärnten konnte ebenso nicht wahrgenommen werden, da sich zu wenig Teilnehmer angemeldet hatten. Der dritte Termin fand dafür planmäßig statt und fand nahezu geradewegs vor meiner Haustüre im schönen Niederbayern statt.

Die Grabung dauerte eine Woche und wurde durch Exkursionen in Museen und anderen sehenswürdigen Orten im Umland aufgelockert. Unter fachkundiger Anleitung eines hauptamtlichen Archäologen konnten wir nun ans Werk gehen und sondierten ein Feld in der Nähe von Landshut. Nähere Angaben zu Ort und Lage sollte man tunlichst vermeiden, um der “Raubgräberei” nicht Vorschub zu leisten, und so drücke ich mich nur vage über den genauen Ort aus.
GrabungszeltWie auf dem links stehenden Bild zu erkennen ist vollzog sich die Grabung in einzelnen Schritten. Der erste Vorgang war die “Planung” des zu sondierenden Feldes, indem in händischer Arbeit die Fläche plan abgezogen wurde um Verfärbungen der Oberfläche erkennbar zu machen.

Nach diesem Schritt, erfolgte die Auswahl durch den Archäologen an welchen Stellen nun ein “Probeschnitt” vorgenommen werden sollte. Dabei handelt es sich um eine vorsichtige Grabung in die Tiefe. Zentimeterweise wird dabei Schicht für Schicht abgenommen und das Erdreich nach Scherben, Asche- und Knochenresten durchsucht.

Wie auf dem rechten Bild kann man bei genauem Hinsehen im ProbeschnittGraben eine dunkle Verfärbung erkennen, die typisch für “verfüllte” Gräben sind. Die Verfüllung vollzog sich entweder im Laufe der Jahrhunderte, oder wurde durch menschliche Einwirkung seitens seiner Erbauer verursacht.

Bodenverfärbungen Die Schnitte werden nur an vielversprechenden Stellen, wie beispielsweise Bodenverfärbungen, vorgenommen. Natürlich können sich solche als rein natürliche geologische Veränderung entpuppen und man muss weiter suchen. Knochen, Scherben oder Asche sind die häufigsten Funde. Während Asche bzw. Holzkohle oder Knochen als solche leichter zu identifizieren sind ist dies bei Scherben schon schwieriger und erfordern ein geübtes Auge.

Was an einem Tag nicht erforscht werden kann ist natürlich der WitterungPlanungsphaseüberwiegend ungeschützt ausgeliefert. Innerhalb einer Woche kann viel passieren. So hatten wir leider das Pech, dass innerhalb von sieben Tagen vier regnerisch ausfielen. Die Gruben liefen mit Regenwasser voll und die gesamte “Planung” verwandelte sich in eine Schlammlandschaft. In diesem Fall bedeutete dies ein erneutes planieren der zu sondierenden Fläche.

Nach nahezu 14 Monaten haben ich das Stoffgebiet soweit erfolgreich abgeschlossen. Alle 17 Einsendeaufgaben wurden erfolgreich bearbeitet und wurden bereits benotet. Stehe alles in allem auf einer schlechten Eins bzw. einer guten zwei. Es werden in diesem Kurs keine halben Noten vergeben, also rechne ich in meinem Abschlusszeugnis mit einem “Gut”.

Gut, nach diesem Kurs steht als weiteres ein ebenfalls 14 monatiger Lehrgang im Fachgebiet “Journalismus” an. Freue mich schon darauf!

Wer kennt sie nicht, die günstige Variante ein Buch zu kaufen? Taschenbücher sind gegenüber ihren festgebundenen Konkurrenten zumeist kostengünstiger und handlicher. Da ich eine ganze Menge dieser “besseren Broschüren” besitze und ich als bibliophiler Mensch nur dann das geschriebene Wort als Buch bezeichne, wenn es sich ordentlich geheftet in einem festen Umschlag gebunden befindet, suchte ich nach einem Ausweg aus dem Dilemma.

Etwas handwerkliches Geschick und Geld reichen aus um aus einem zerlesenen Taschenbuch ein fest gebundenes Buch zu basteln. Je nach Anspruch beginnt man mit dem Karton, der in der Regel zwischen 2 mm und 2,5 mm stark sein sollte. Dünnerer Karton birgt die Gefahr sich nach längerem Gebrauch zu verbiegen.

Genauigkeit bei den Maßen ist essenziell wichtig. Ein Millimeter zuviel oder zuwenig kann das ganze Werkstück verderben. Als erstes entfernt man den Pappeinband des Taschenbuches und misst die Länge, Höhe und Breite des Buchrückens und der Frontseite.

Danach schneidet man den Karton mit einem PVC-Messer zu und erhält drei Teile.

Zugeschnittener Karton in drei Teilen

Zugeschnittener Karton in drei Teilen

Eine feste Unterlage, am besten Holz und ein Lineal aus Metall sind hierbei recht nützliche Helfer. Wichtig ist es vor allem bei Buchrücken links und rechts in der Breit jeweils die Stärke des Einbandkartons mit einzubeziehen. Bei 2,5 mm Stärke und einer einfachen Breite von sagen wir 2,5 cm sind das also insgesamt 3 cm.

Die Flügel bzw. Seitenteile sollten auch nicht direkt am Buchrücken anliegen, sondern es sollte ein Abstand von mind. 0,5 cm eingehalten werden. Das erleichtert das Öffnen des Buches und bildet ein Scharnier. Vor allem bei dickeren Büchern ist das ungemein wichtig.

Es muss auch bei allen drei Teilen des Kartons der Überstand über den eigentlichen Buchkörper von 2 – 3 mm bedacht werden also zu der Bemessung dazu nehmen.

Es empfiehlt sich die fertig geschnittenen Kartonteile schon mal an den eigentlichen Buchschnitt zur Probe anzulegen, um zu sehen ob alle Teile gut passen.

Danach geht man daran den äußeren Bezug des Buches, also den Einband zu wählen. Da stellen sich dem Buchbinder zahlreiche Möglichkeiten zur Auswahl. Je nach Geldbeutel, kann man von klassischem Buchbinderleinen über kostengünstige Alternativen bis hin zu einem edlen Ledereinband wählen.

Ich empfehle für den Einstig sich einen Einband aus speziellem Buchbinderpapier mit wasserabweisender Oberfläche und einer lederähnlichen Struktur zu wählen. Dieser wird ebenfalls mit dem Messer zugeschnitten. Bei dem Bezug muss zusätzlich zu den Einbandmaßen der Umschlag über die Kanten und der Abstand zwischen Buchrücken und Seitenklappen einberechnet werden. 2,5 cm reichen als Rand in der Regel aus.

Danach wird der Karton mit dem Bezug verleimt. Buchbinderleim, transparent und schnell trocknend ist am besten dafür geeignet. Nie den Bezug einleimen, sondern immer auf den Karton den Leim dünn auftragen. Dadurch wird eine Blasenbildung vermieden und der Bezug lässt sich ohne Falten auf den Karton aufziehen.

Bezug auf Karton

Bezug auf Karton aufgezogen und umgeschlagen

Nach diesem Arbeitsschritt sollte man den künftigen Einband einen Tag trocknen lassen und ihn dabei beschweren, damit er sich bei der Trocknung nicht wirft oder wellt.

Auf dem Foto ist gut zu erkenne, das die Abstände zwischen Buchrücken und Seitenteilen mit je 0,5 cm eingehalten wurden und an den Ecken der Bezug überlappend verleimt wurde.

Über die Kanten sollte der Bezug mit leichtem Zug geleimt werden und danach die Kanten gut verstrichen werden. Für diese Arbeit hat sich ein weicher Schwamm oder eine festes Tuch bewährt.

Im nächsten Schritt kann die Wartezeit bis zur Trocknung des Einbandes die Buchbindergaze auf den Rücken des Buchkörpers aufgeleimt werden.

Buchrücken mit aufgeleimter Gaze

Buchrücken mit aufgeleimter Gaze

Oben und Unten sollte die Gaze beim Verleimen noch eingeschlagen werden. Zusätzlich kann bei fortgeschrittener Arbeitsweise ein Zierband am oberen und unteren Ende eingearbeitet werden.

Die Gaze sollte je nach Buchstärke links und rechts mindestens 2 cm überstehen. Diese Flügel werden dann später unter dem Vorsatzpapier der Buchdeckelinnenseite mit dem Karton verleimt und bilden die Hauptverbindungsstelle zwischen Buch und Einband.

Im vorletzten Arbeitsschritt wird nun das Vorsatzpapier zugeschnitten. Es bietet sich an die Farbe des Vorsatzpapiers auf die Farbe des Einbands abzustimmen. Also zum Beispiel bei dunkelblauem Einband ein Hellblaues Vorsatzpapier zu verwenden. Als Maß dient die erste Seite des Buches, die deckungsgleich mit dem Papier sein muss. Vorsicht! Bei der gegenüberliegenden Seite nicht die 0,5 cm Spalte des Einbandes vergessen, sonst wird es zu kurz.

Vorsatzpapier mit Falz

Vorsatzpapier mit Falz

Bei der Wahl des Vorsatzpapieres bevorzuge ich stabiles Kartonpapier, da es in Zukunft sehr viel aushalten muss und den eigentlichen Buchkörper mit dem Einband verbindet.

Zuerst wird das Vorsatzpapier mit der Innenseite des Buchbinderkartons verleimt. Von außen nach innen arbeiten. Wenn man beim Spalt angelangt ist den Buchkörper mit den Flügeln der aufgeleimten Gaze auf das Rückenteil flach auflegen und die Flügel der Gaze unter das Vorsatzpapier leimen. Danach verleimt man noch ungefähr 1 cm des Vorsatzpapieres rechts von der Falz mit der ersten Buchseite.

Wenn alles fertig verleimt wurde und auch die Ausrichtung stimmt können die Buchdeckel geschlossen werden und das fast fertige Buch wird wieder zur Trocknung beschwert. Wichtig ist dabei noch, dass Drahtstifte mit 0,5 cm Durchmesser von außen in beide Spalten des Einbandes eingelegt werden. Danach kann mit Gewichten beschwert die Trocknung wieder für einen Tag durchgeführt werden.

Das fertig gebundene Buch

Geschafft!

In einem Zweiten Teil zu dieser Anleitung zeige ich, wie man den Einband mit Leder und Leinen gestaltet. Dabei wird das Leder nur für den Buchrücken und das Leinen für die Deckel verwendet.

Zudem werden noch Verzierungen aus Messing auf den Einband aufgebracht und die Kanten mit Metallecken versehen.

Viel Spass beim Binden ;-)

Die NDA ist für mich ein Projekt das noch keine bestimme Zielsetzung hat. Aber letztendlich ist es eine Art die Einflüsse der Gegenwart und Vergangenheit zu reflektieren und seine Meinung darüber Ausdruck zu verleihen.

Aufklärung in ihrem historischen Sinne und Philosophie sind Wissenschaften die nicht klar voneinander abgrenzbar sind.

Ich habe mich in letzter Zeit oft gefragt, warum man seine Masse an Freizeit oft so sinnlos mit allerlei Ablenkung vergeudet. Fernsehen,Videospiel, Essen gehen und “sich in der Stammkneipe langsam einen ansaufen” als Füllung der freien Zeit wurden auf Dauer immer unbefriedigender für mich und ich suchte nach einer Alternative.

Möglichst sinnvoll sollte es sein. Es sollte mir einen Nutzen bringen, von dem ich privat wie beruflich auch in Zukunft profitieren konnte. Ich suchte also im Weltnetz nach entsprechenden Angeboten und fand ein Betätigungsfeld das mich interessierte.

Fernstudiengänge sind eine tolle Sache. Man lernt von zu Hause aus mit freier Zeiteinteilung ohne sich selbst einen Druck von außen zu unterwerfen und erhält nebenbei auch noch eine Fortbildung auf den Gebieten die einen auch wirklich interessieren. In der Schule wurde man damals mit einer Breitseite von Wissen beschossen, die oft nur widerwillig aufgenommen wurde.

Es gab auch nur wenige Bereiche des Schulstoffs, die einen fesseln konnte und wenn es dann interessant zu werden schien ging man zum nächsten Themengebiet über. Nun, nach fast 15 Jahren hatte ich plötzlich wieder Lust am lernen. Es ist aber keineswegs so, dass ich in der Zwischenzeit völlig ohne Neugierde durchs Leben ging. Hie und da kaufte ich mir schon Bücher um spezielle Wissensgebiete zu erforschen und vertiefen. Jedoch war dieses Unterfangen oft sehr unstrukturiert und nur punktuell um nach Beendigung dieses Exkurses einen Großteil des angesammelte Wissen schnell wieder zu vergessen.

Mit Hilfe eines Fernkurses mit dem Thema “Geschichte im Zeitspiegel” wählte ich ein Gebiet, dass mich bereits seit meiner Schulzeit gefesselt hatte. Der Vorteil dieses Kurses zum autodidaktischen Lernen besteht darin, dass das Lehrmaterial klar strukturiert und sukzessiv erweitert werden kann. Der Gesamtkomplex kann mit Sekundärliteratur noch vertieft werden und ich merke bereits nach zwei Monaten eine Konsolidierung des erlernten. Außerdem fällt mir positiv auf, dass ich immer noch Lust daran habe.

Ein weiterer Vorteil ist, dass man sogenannte Einsendeaufgaben abarbeiten muss, die von einem Fachlehrer korrigiert und mit Benotung zurückgeschickt werden. Am Ende des Kurses steht eine sich aus dem Durchschnitt der Einzelnoten bestehende Gesamtnote und Zeugnis über den erfolgreichen Abschluss.

Herausarbeiten der Details einer Münze

Herausarbeiten der Details einer Münze

Erste Schritte

Bei der Feinarbeit ist es immer wichtig sich auf die richtigen Werkzeuge zu verlassen. Grundsätzlich sollte man als erstes die Münzen für ein paar Tage in ein Tauchbad von Olivenöl legen. Dadurch wird die oft extrem harte Verschmutzung von dem Öl durchdrungen und gelockert. Wer meint, dass wäre schon alles täuscht sich aber. Meiner Erfahrung nach ist es sinnvoll die Münzen nach dem mehrtägigen Tauchbad erst mal wieder ein paar Tage gut trocknen zu lassen bis die weiteren Reinigungsschritte vorgenommen werden können, da sich sonst ein Schmierfilm bildet, der die Reinigung ungemein erschweren kann.

In medias res

Wenn der Ölfilm auf den Münzen trocken erscheint, kann mit einem Skalpell vorsichtig die obere Schicht bearbeitet werden um zu sehen wie porös die Schicht geworden ist. Erfahrungsgemäß ist das Arbeiten mit dem Skalpell empfehlenswert um keine Oberflächenzerstörung zu verursachen. Es sollten sich nun die oberen Schichten leicht abkratzen lassen. Wenn dies der Fall ist kann auch sehr rasch mit einem Elektrobohrer der mit einem stumpfen (im Idealfall Messing) Bohrkopf versehen wird die weiteren Schmutzschichten entfernt werden. Messing hat den Vorteil das die antiken Münzen, die vorwiegend ebenfalls aus Mischmetallen oder eben z.B. Bronze bestehen nicht zu sehr in ihrer Oberfläche verletzt werden.

Sensibilität und Kunstverständnis

Feingefühl ist bei dieser Arbeit sehr wichtig, weil jede Beschädigung der Patina den Wert der Münze extrem mindern kann. Außerdem ist ein räumliches Vermögen ebenfalls von Vorteil um die ungefähren Abbildungen und die Schriftprägung besser nachempfinden zu können. Es sollte bei allen diesen Schritten immer wieder bedacht werden, dass bei einer wirklich dicken Schmutzkruste ein weiteres Tauchbad in Olivenöl vonnöten ist.

Freihandlupen sind bei dieser Arbeit oft recht nützlich...

Freihandlupen sind bei dieser Arbeit oft recht nützlich...

Hilfsmittel

Zur Erleichterung der Restaurationsarbeit ist oft eine dieser Lupen die ein freihändiges Arbeiten ermöglichen oft recht nützlich. Diese Lupen haben je nach Ausstattung auch eine integrierte Beleuchtung die punktgenau eingestellt werden kann. Außerdem verfügen die Lupen über verschiedene Vergrößerungsgrade. Die Augen werden erfahrungsgemäß sehr stark bei solcher detailreicher Arbeit beansprucht und vor allem ich als Brillenträger schaffte mir sehr schnell solch ein Hilfsmittel an, um nicht so schnell zu ermüden. Arbeitspausen zwischen den einzelnen Arbeitsschritten helfen dabei um den Augen eine Erholungspause zu gönnen.

Zahlreiche Tauchbäder in besagtem Olivenöl verursachen bei fortgeschrittener Arbeit an den Münzen auch eine Art Versiegelung, die die eigentliche Patina erhalten. Ich habe oft erleben können dass zahlreiche und ausgedehnte Tauchbäder die Münzen im laufe der Zeit immer schöner werden lassen, die Details noch besser zur Geltung kommen und das allgemeine Erscheinungsbild der Münzen verbessert. Man kann auch am Ende der Arbeit, wenn die Münze so gut wie gesäubert ist mit einem feinen Schleifpapier der Stärke 240 die Oberfläche noch nach bearbeiten. Zum Schluss ist eine Behandlung der Münzen mit speziellem Wachs empfehlenswert, da so die Patina ebenfalls haltbarer gemacht wird und die Münzen so länger Freude machen.

Am Ende der Arbeit

Für die richtige Aufbewahrung der Münzen ist es oft sinnvoll sich entsprechende Schaukästen anzuschaffen, die mit einem Glasboden versehen sind, so kann man die Münzen sortiert in einzelnen Fächern jederzeit gut sichtbar zur Schau stellen ohne sie in die Hand nehmen zu müssen.

Sammelkasten mit Fächern für die Münzen

Sammelkasten mit Fächern für die Münzen

Solche Kästen gibt es für wenig Geld bei allen bekannten Internet Auktionshäusern. Es empfiehlt sich auf die Systeme zu konzentrieren, die ein einfaches Erweitern der Sammlung ermöglichen.

Alles in allem ist diese Beschäftigung mit der Vergangenheit ein weites Feld und ermöglicht längerfristige Beschäftigungsmöglichkeit mit dieser Thematik. Austausch mit anderen Amateur-Restaurateuren ist dabei nicht auszuschließen und oft recht hilfreich. Mit jedem weiteren Konvolut was ins Haus kommt ist die Spannung wieder da was sich wohl unter der Schmutzschicht so an verborgenen Schätzen verbirgt und oft ist man erstaunt welch Schönheit in diesen kleinen Boten aus der Vergangenheit steckt. Viele Informationen die sie nach einer genauen Bestimmung einem vermitteln können. Sie berichten über eine reiche und hohe Kultur des Römischen Imperiums, die auch nach zweitausend Jahren noch nichts von ihrer Faszination eingebüßt hat.

Viel Spaß beim Nachahmen ;-)

Viel Spass!

Viel Spass!

Eine von mir restaurierte Münze

Eine von mir restaurierte Münze

Das reine Sammeln von Münzen war eigentlich nie wirklich meine Absicht, als ich vor kurzem auf diese Thematik stieß. Es fesselte mich aber schon ungemein, als ich das erste mal ein Konvolut von 25 Münzen in Händen hielt. Diese von Schmutz und Dreck bis zur Unkenntlichkeit der eigentlichen Oberfläche bedeckten Münzen, welche als Bodenfunde aus dem südosteuropäischen Raum stammend, hatten mein Interesse gepackt.

Die Techniken um diese Münzen von ihrer oft betonharten Schmutzschicht zu befreien sind im Prinzip recht einfach. Eines muss man natürlich mitbringen, nämlich Geduld und Sensibilität.

Das spannende an der ganzen Angelegenheit ist wohl die Tatsache, dass man nie genau weiß was eigentlich unter der Schmutzschicht verborgen ist. Es kann ein mit allen Details erhaltenes Prägebild sein, so wie links auf dem Bild zu sehen ist oder auch nur ein sehr vage erkennbares, dass durch Oxidation und andere mechanische Einwirkungen stark angegriffen ist.

Genau das ist aber der Reiz weshalb man immer wieder überrascht wird und die Sache nie langweilig zu werden scheint. Auch die Anschaffung dieser Bodenfunde, die natürlich völlig legal in den hiesigen Internet Auktionshäusern erworben werden können, ist relativ günstig. Pro Münze ist mit einem Preis von zwischen einem und einem Euro fünfzig zu rechnen.

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