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Identitäre Bewegung – Identitäre Bewegung Bayern – Identitäre Bewegung Südostbayern

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Man nehme: Fragenkonzept, Ziel des Gesprächs, vielleicht noch Material auf das man zurückgreifen kann sowie ein zuverlässiges Aufzeichnungsgerät.

Aufzeichnungsgerät zeichnet nur seriell auf und dient zur Dokumentation des Gesprächs. Die Gesprächsnotizen sind aber viel wichtiger für das erfolgreiche Abarbeiten des Fragenkonzeptes.

Notieren von Stichworten zu Nachfrage, Nachhaken oder späterem Nachlesen.

Initiative sollte bei dem Journalisten liegen. Sitzposition ist wichtig. Bei Aufzeichnung nach Einverständnis des Interviewten fragen. Gegenlesen anbieten.

Eisbrecherfrage versus Einbrecherfrage

Es gibt während des Interviews folgende Regeln zu beachten:

  • Neutral, höflich und bestimmt
  • Fragen sind kurz und präzise. Nicht länger als zwei Sätze
  • Keine Rekapitulation der Antwort
  • Keine Fragen auf die man mit „ja“ oder „nein“ antworten kann
  • Bei Interviews für den Rundfunk auf strikte Einhaltung des Konzeptes achten
  • Sind die Fragen publikumsrelevant
  • Schlussfolgerung aus Gesagten nie äußern
  • Keine Kommentierung oder emotionale Reaktionen auf Gesagtes
  • Stets Gegenposition einnehmen. Wenn man einer Meinung ist die Gegenposition eines anderen Anführen

Streit vermeiden

Der Schweiger.

Diesem Zeitgenossen muss man sprichwörtlich alles aus der Nase ziehen. Seine Verschlossenheit beruht entweder auf Redefaulheit oder Befangenheit. Es gibt Schweiger, die äußerst kompetent sind, wenn man sie zum Reden bringt. (z.B. Helmut Schmidt)

Diese Sorte Interviewpartner nie Fragen stellen, die man mit „ja“ oder „nein“ beantworten kann. Lockere Gesprächsatmosphäre anbieten, umgangssprachliche Ausdrücke verwenden um ihn dazu zu bewegen so zu reden wie ihm der Schnabel gewachsen ist. Aufmerksam an seinen Lippen hängen und ständige Ermunterung zum Sprechen sind bei „Schweigern“ enorm wichtig.

Der Faseler.

Wortschwall ohne wirkliche Inhalte und Sachkompetenz. Der Fasler fordert einen ständig auf ihn in seiner Argumentation zu bestätigen. Der Faseler ist zu meiden. Vorgespräch deshalb freundlich aber bestimmt zu Ende führen und weitersuchen.

Der Verlautbarer.

Dieser Interviewpartner tritt häufig professionell als Pressesprecher oder Politiker auf. Er ist kontrolliert und sachlich. In seiner Ausdrucksweise ist alles was er von sich gibt druckreif. Der Verlautbarer wird ungern unterbrochen.

Trick: Bestätigung seiner Verlautbarung ermöglicht Unterbrechung. Er kann zwar komplizierte Sachverhalte anschaulich erklären ist in seiner perfekten Ausdrucksweise jedoch ermüdend. Gegenmaßnahme: Anarchistisches und Emotionales Nachfragen bringen diesen Zeitgenossen leicht aus dem Konzept.

Der politisch Korrekte.

Er ist der Gutmensch unter allen anderen. Er hat die Moral und das Gute erfunden, besitzt keinen Humor und begräbt neue Denkansätze mit vertrauten und eingespielten Argumenten. Er hat immer Recht.

Man darf ihn nie merken lassen dass man lebenslustig und Genussmensch ist. Vermeidung von Witzen. Keine Grundsatzdiskussionen zulassen. Der politisch Korrekte muss mit kühler Arroganz behandelt werden. Fragestellung immer so gestalten, dass er seine Standpunkte an konkreten Beispielen festmachen muss oder ihn mit Beispielen konfrontieren.

Der Provokateur.

Ein Spieler, der jedes Gespräch für einen Wettkampf ansieht. Ähnlich wie der Faseler besitzt er wenig Sachkompetenz und wirkt höchstens wie ein amüsantes „Schlitzohr“. Ein typischer Kontaktmensch. Wenn keine positiven Gefühle ausgelöst werden können versucht er das Gegenteil.

Gegenangriff oder Ignoranz reizen den Provokateur. Es bleibt der einzige Weg seine Provokationen ins Lächerliche zu ziehen und über seine Aktionen zu schmunzeln, jedoch nicht das eigentliche Frageziel aus den Augen verlierend.

Die Heulsuse.

Leicht beleidigt und ohne Selbstbewusstsein. Gehört zur Familie der Faseler  und trägt Selbstmitleid zur Schau.

Der Betroffene.

Er ist die pastorale Version des politisch Korrekten und viel weniger aggressiv als jener. Er bricht unter dem Leid dieser Welt förmlich zusammen und teilt dies gern mit. Er will Mitleid erregen (für sich) und will genauso wie der Schweiger nicht mit aufregenden Fakten behelligt werden.

Mit dem Betroffenen muss man streng umgehen.

Der Profi.

Er zeigt sich kompetent, spricht klar und offen über die Sachlage und übernimmt gern im Gespräch die Initiative. Der Profi beantwortet Fragen die noch gar nicht gestellt worden sind.

Gelassen bei dem Konzept bleiben und auch bereits beantwortete Fragen erneut und vielleicht etwas zugespitzt stellen, so als erwecke man den Eindruck die Antwort hätte einem noch nicht ausgereicht. So gewinnt man den Respekt des Profis.

Der Amateur.

Er weiß nichts, hat aber zu allem eine Meinung. (Talkshowgast)

Nie mehr als drei Fragen stellen. Fragen sollten präzise und leicht zu beantworten sein.

Die Vorbereitung

Personen mit Sach- und Fachkenntnis  zu einem gewählten Sachthema sind für ein Interview die geeignetsten Kandidaten. Sie laufen einem nicht von selbst zu, sondern müssen erst von dem Journalisten gefunden werden. Um geeignete Interviewpartner zu finden bedient man sich der Recherche über das Internet oder behilft sich mittels des guten alten Telefons.

Vielversprechende Quellen sind bei größeren Institutionen die Pressestellen. Bei aktuellen Geschehnissen sind Augenzeugen sehr wichtig.

Bei personenbezogenen Interviews geht es nicht um die Klärung einer Sache sondern um ein Charakterbild. Mit Hilfe einer Fragenkette, bei der sich aus der Antwort des Interviewten bereits eine neue Frage ergibt, kann man dieses personenbezogene Interview breitflächig und tiefgehend ausarbeiten.

Das Vorgespräch

Bei der ersten Kontaktaufnahme mit dem Interviewpartner ergibt sich dieses Vorgespräch zur eigentlichen Befragung automatisch. Folgende Punkte sind herauszufinden:

  • Ist mein Gegenüber gesprächsbereit?
  • Hat er das erforderliche Sachwissen?
  • Haben wir dieselbe Vorstellung davon, wie das Thema einzugrenzen ist?
  • Ordnen wir das Thema in dieselben Zusammenhänge ein?
  • Ist das Ziel, das ich verfolge, richtig?

Es ist von Vorteil einen sicheren und kompetenten Eindruck zu hinterlassen, da sich dann der zu Befragende ernstgenommen fühlt und auch bereitwilliger bzw. erschöpfender Auskunft gibt.

Textanfänge

  • Eine Szene vorstellen: „An einem grauen Novemberabend versammelten sich die Mitglieder des örtlichen CDU Kreisverbandes in ihrem Stammlokal zur Jahreshauptversammlung.“
  • Die Neugier wecken: „Man nennt sie Heuschrecken, gemeint ist aber nicht das Insekt.“
  • Provozieren: „Erleben Pferd und Kutsche nach dem Öl-Crash eine neue Renaissance? “
  • Verblüffen: „Prostituierte plaudert unbekümmert über ihre Kunden aus den Reihen des Klerus.“
  • Zynisch sein: „Er lebt nach dem Motto: Brot für die Welt und Kuchen für mich.
  • Komisch sein: „Mit seinem Pferdeschwanz, dem silbrigen Haar und der schwarzen Sonnenbrille sieht Karl Lagerfeld eher wie die Karikatur eines sizilianischen Mafiosi als der eines renommierten Modeschöpfers.“
  • Informativ: „Der Gedanke einer Partei rechts von der CSU ist für Horst Seehofer indiskutabel“
  • Zitieren: „Ich bin der erste Diener meines Staates. Das Motto Friedrichs des Großen ist aktueller denn je.“
  • Sprachspiel: „Deutschland das Land der Dichter und Henker“ (über Publizisten im Dritten Reich)
  • Beispiel: „Wenn Susanne einen ihrer Migräneschübe hat, dann dunkelt sie das Zimmer ab und liegt wie betäubt auf dem Sofa.“
  • Sentenz: „Qualitativ hochwertige Produkte sind keineswegs langlebiger als Massenartikel“

Schreibmittel

  • Vergleich (similitudo):
  • Allegorie (allegoria):
  • Beispiel (exemplum):
  • Vergegenwärtigen von Personen (fictio personae):
  • Vergrößerung und Abschwächung (amplificatio und minutio):
  • Ironie (ironia):
  • Augenzeugenschaft (evidentia)
  • Sentenz (sententia):

Tatsachen bzw. Meldung sind von Meinungen strikt zu trennen. Nachricht, Bericht, Feature und Report verarbeiten Fakten. Während Nachricht und Bericht den Leser informieren kommt bei Feature und Report der Unterhaltungswert dazu.

Eine Tatsachenbehauptung muss beweisbar sein, wenn der Schreiber Tatsachen bewertet entzieht er sich durch seine Meinung der Beweispflicht.

Kommentar:

Bei Kommentaren ist am Schluss eine Entscheidung zu treffen. Natürlich besteht die Gefahr des Irrtums, jedoch sollte man mutig zu seiner Entscheidung stehen. Zitate anderer und Lauheit sind hier fehl am Platz. Es geht auch nicht um Erörterung von Argument und Gegenargument sondern um das Fällen von Urteil. Gegenargumente werden wenn überhaupt nur angeführt wenn man sie anschließend angreifen kann.

Es wird auch nicht um die Position der gefällten Urteile geworben.

Die Glosse:

„die leichtlebige Schwester des Kommentars“ (Wolf Schneider, Hamburger Journalistenschule). Die Glosse ist eine ironische, oft sogar sarkastische Notiz zu allgemeinen, politischen, kulturellen oder gesellschaftlichen Erscheinungen.

Die Recherche:

Vorbereitung der Recherche: Kontakte knüpfen über Computer und Telefon.

Suche nach Informationen: Durch Gespräche und der Suche nach Infos in Internet und Datenbank werden die Informationen gesammelt und auf ihre Sicherheit überprüft.

Auswertung der Informationen: Für das Thema gesicherte Informationen werden ausgewertet.

Der Bericht

Während die Meldung nur Daten und Fakten liefert bereitet der Bericht die Nachricht weiter auf, bietet Lesestoff durch die Einbeziehungen größerer Zusammenhänge und Zusatzinformationen zum Thema. Er bringt also das “Fleisch an die Knochen” der Meldung.

Dachzeile: Die Kopf-, Titel- oder Vorzeile, auch Kopftitel oder Marke

Hauptzeile: Die Schlagzeile oder Titel

Unterzeile: Weitere Informationen zum Titel

Vorspann: Der Vorabtext eines Berichtes fasst den Bericht zusammen und liefert den Aufhänger für den Bericht.

Der Korrespondentenbericht

Diese freien Mitarbeiter beliefern die Zeitungen mit Berichten, die aus Informationen gespeist werden, welche von diesen vor Ort gesammelt wurden. Korrespondenten verfügen über zahlreiche Quellen dieser Informationen, wie z.B. offizielle Regierungs- bzw. Pressestellen, befreundete Journalisten und Informationshändlern.

Der Hintergrundbericht

Je nach der Hintergrundgeschichte kann die eigentliche Meldung positiv oder negativ gefärbt sein. In diesem Zusammenhang wird auch von einem Vorbericht oder Nachklapp gesprochen. Der Vorbericht weist auf kommende Ereignisse hin. Der Nachklapp beleuchtet Vorgänge die bereits vor längerer Zeit geschehen einen Umstand der Gegenwart besser erklären können.

Das Feature

Die Definition von “To feature” lautet einem Sachverhalt einen eindeutigen, unverwechselbaren Ausdruck zu verleihen. Das Feature bereitet ein Thema mit nüchternen Sachverhalten für den Leser unterhaltsam auf. Sprachfantasie und konkrete Beispiele sind gefragt. Meinungen und Wertungen haben darin nichts zu suchen.

Das Material für ein Feature stammt vom Schreibtisch bzw. aus dem Internet und unterscheidet sich von der Reportage dadurch, dass der Journalist nicht vor Ort sein muss um einen Sachverhalt zu beschreiben.

Die Reportage

Die Reportage ist eigentlich eine Geschichte, welche den Hintergrund eines Sachverhaltes näher beleuchtet und analysiert. Sie setzt bei dem Leser einen gewissen Wissensstand über eine Thematik voraus.

Weitere Einzelheiten, Tendenzen und Entwicklungen werden bei der Reportage dem Leser näher gebracht. Fachliteratur und Informationen sowie Meinungen von Betroffenen werden hierbei verarbeitet und aufbereitet.

“Gute Nachrichtensprache ist in Bewegung. Deshalb bevorzugt sie die Verben. Ihre Nomen geben sich einsilbig, Adjektive meidet sie ebenso wie den Gebrauch von Fachausdrücken. Ihr Stil ist aufreizend ungeschminkt, ihr Vokabular deutlich. Sie bedient sich kurzer, treffender, verständlicher Wörter und Sätze. Sie springt mitten in die Sache hinein. Das Wichtigste zuerst und in aller Kürze, schnörkellos und klar umrissen. (…)” (Quelle: Lernheft Nr. SJOU 01, Seite 31, Studiengang : Journalismus – Fernuniversität Darmstadt)

Eine Nachricht entsteht unter der Beachtung aller W-Fragen:

Was? Wer? Wo? Wann? Warum? Wie?

Im ersten einleitenden Satz sollten bereits alle wichtigen W-Fragen beantwortet werden. Danach kommt erst die Erklärung der Umstände, also Warum? und Wie?

Die Quelle der Nachricht, also das Woher? wird mit dem Kürzel z.B. (dpa) am Ende der Nachricht gegeben.

Zusammenfassend gesagt gilt die Regel: “Das Wichtigste zuerst”.

Der Titel ist wichtig und oft schwieriger zu erstellen als die Nachricht selbst.

Der Titel

Möglichkeiten einen Titel interessant zu gestalten:

  1. Mit einem flotten Spruch, der einen doppelten Boden hat.
  2. Mit einem reinen Sprachspiel
  3. Mit der Variation eines berühmten Film- oder Romantitels
  4. Mit einem Zitat, das treffend ist und informativ
  5. Mit einem vollständigen Satz, der einen Menschen oder einen Gegenstand in einen ungewöhnlichen Zusammenhang bringt

Subjektivität und Objektivität:

  1. Auch Zahlen können lügen.
  2. Auf sprachliche Wertungen verzichten
  3. Vorsicht vor Themen, die außerhalb des eigenen Kulturkreises oder Wissensgebietes liegen
  4. Kurze Sätze
  5. Sprachliche Distanz, keine Effekthascherei

Von der Meldung zur Nachricht ist es ein weiter Weg. Kriterien, die eine Meldung erfüllen muss um den Weg in die Zeitung zu finden sind:

ÜBERRASCHUNGSWERT

Je unerwarteter, desto besser.

DRAMATIK

Je grauenhafter und sensationeller, desto besser.

BETROFFENHEIT

Je breiter das Feld der Betroffenen, desto mehr Interesse besteht.

PROMINENTE

Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens sind immer eine Nachricht wert. Ob Geburt oder Tod – ob Blamage oder Bestleistung

GEFÜHLE

Formel: Ein Toter in unserer Stadt gleich Hundert Tote in Italien gleich zehntausend Tote in China. Nähe schafft Gefühl, und Gefühle schaffen Nähe.

ÜBERSICHTLICHKEIT

Je komplizierter, desto schwieriger lässt sich die Nachricht an den Mann oder die Frau bringen. Je einfacher, desto leichter an den Leser bringen.

Ereignisse können selbst erzeugt werden um zur Nachricht zu werden. Siehe “Sommerloch”.

Eine Nachricht ist die objektive Mitteilung eines allgemein interessierenden, aktuellen Sachverhalts in einem bestimmten formalen Aufbau. So definiert es Walther von La Roche in seiner Einführung des praktischen Journalismus.

Nachrichten sind Mitteilungen über neue im Daseinskampf des Einzelnen und der Gesellschaft auftauchenden Tatsachen, definiert der Vater der Zeitungslehre Emil Dovifat (Dovifat I, S. 76)

Grundsätze der Deutschen Presseagentur (dpa)

  • vom Standpunkt des kritischen, aber unabhängigen Beobachters aus den Kern und den nachrichtlichen Schwerpunkt eines Vorganges zu suchen und darzustellen;
  • Einseitigkeit in der Darstellung des politischen Meinungsstreits zu vermeiden;
  • der Gegenargumentation und der Oppositionsmeinung Raum zu geben;
  • die Minderheitsmeinungen im Rahmen ihres relativen Gewichts in der Gesellschaft zu berücksichtigen;
  • Nachrichten ohne Kommentar, aber mit Hintergrund und Zusammenhängen zu liefern;
  • sorgfältig das öffentliche Interesse gegen andere Rechtsgüter wie zum Beispiel Respektierung der Privatsphäre abzuwägen;
  • keine Lobpreisung, keine Ironisierung und keine Verdammung, sondern Berichterstattung und Analyse (zu verbreiten), wobei das Werturteil dem Leser, dem Bürger und dem Kommentator überlassen bleibt;
  • bei der Auswahl des Meldungsstoffes den “Endverbraucher”, den Leser, Hörer und Fernsehzuschauer, vor Augen zu haben;
  • in einer klaren, einem Millionenpublikum verständlichen Sprache zu schreiben;
  • Sensationsmache zu vermeiden;
  • die Tatsachen sprechen zu lassen und dem Urteil des Lesers zu vertrauen;
  • und schließlich: den Mut zur Wahrheit und deren Enthüllungen zu haben.

Nach nahezu 14 Monaten haben ich das Stoffgebiet soweit erfolgreich abgeschlossen. Alle 17 Einsendeaufgaben wurden erfolgreich bearbeitet und wurden bereits benotet. Stehe alles in allem auf einer schlechten Eins bzw. einer guten zwei. Es werden in diesem Kurs keine halben Noten vergeben, also rechne ich in meinem Abschlusszeugnis mit einem “Gut”.

Gut, nach diesem Kurs steht als weiteres ein ebenfalls 14 monatiger Lehrgang im Fachgebiet “Journalismus” an. Freue mich schon darauf!

Ich habe mich in letzter Zeit oft gefragt, warum man seine Masse an Freizeit oft so sinnlos mit allerlei Ablenkung vergeudet. Fernsehen,Videospiel, Essen gehen und “sich in der Stammkneipe langsam einen ansaufen” als Füllung der freien Zeit wurden auf Dauer immer unbefriedigender für mich und ich suchte nach einer Alternative.

Möglichst sinnvoll sollte es sein. Es sollte mir einen Nutzen bringen, von dem ich privat wie beruflich auch in Zukunft profitieren konnte. Ich suchte also im Weltnetz nach entsprechenden Angeboten und fand ein Betätigungsfeld das mich interessierte.

Fernstudiengänge sind eine tolle Sache. Man lernt von zu Hause aus mit freier Zeiteinteilung ohne sich selbst einen Druck von außen zu unterwerfen und erhält nebenbei auch noch eine Fortbildung auf den Gebieten die einen auch wirklich interessieren. In der Schule wurde man damals mit einer Breitseite von Wissen beschossen, die oft nur widerwillig aufgenommen wurde.

Es gab auch nur wenige Bereiche des Schulstoffs, die einen fesseln konnte und wenn es dann interessant zu werden schien ging man zum nächsten Themengebiet über. Nun, nach fast 15 Jahren hatte ich plötzlich wieder Lust am lernen. Es ist aber keineswegs so, dass ich in der Zwischenzeit völlig ohne Neugierde durchs Leben ging. Hie und da kaufte ich mir schon Bücher um spezielle Wissensgebiete zu erforschen und vertiefen. Jedoch war dieses Unterfangen oft sehr unstrukturiert und nur punktuell um nach Beendigung dieses Exkurses einen Großteil des angesammelte Wissen schnell wieder zu vergessen.

Mit Hilfe eines Fernkurses mit dem Thema “Geschichte im Zeitspiegel” wählte ich ein Gebiet, dass mich bereits seit meiner Schulzeit gefesselt hatte. Der Vorteil dieses Kurses zum autodidaktischen Lernen besteht darin, dass das Lehrmaterial klar strukturiert und sukzessiv erweitert werden kann. Der Gesamtkomplex kann mit Sekundärliteratur noch vertieft werden und ich merke bereits nach zwei Monaten eine Konsolidierung des erlernten. Außerdem fällt mir positiv auf, dass ich immer noch Lust daran habe.

Ein weiterer Vorteil ist, dass man sogenannte Einsendeaufgaben abarbeiten muss, die von einem Fachlehrer korrigiert und mit Benotung zurückgeschickt werden. Am Ende des Kurses steht eine sich aus dem Durchschnitt der Einzelnoten bestehende Gesamtnote und Zeugnis über den erfolgreichen Abschluss.

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